Wer diesen Blog verfolgt, wird sicherlich gemerkt haben, dass der Gangsta Rap hier eine ziemlich geringe Rolle spielt. Das liegt allerdings nicht daran, dass ich und meine Mitblogger diese Sorte von Hip-Hop nicht mögen...ganz im Gegenteil. Ich für meinen Part bin ein großer Fan von gut und authentisch vorgetragenen Geschichten über kriminelle Aktivitäten auf der Straße. Leider ist es nur so, dass es sehr wenige Künstler gibt, die diese Kriterien erfüllen. Vor einigen Jahren tauchte aber zum Glück ein MC auf, der sowohl "real" (soweit man das als Hörer beurteilen kann) als auch unglaublich begabt ist, sprich: er weiß einfach, dass wir mittlerweile das Jahr 2011 haben und man deshalb ein gewisses technisches Niveau zu erreichen hat, um gefeiert zu werden. Gemeint mit dieser Beschreibung ist Freddie Gibbs aka einer der besten Flows im Game. Pünktlich zum US-Trend Nummer 103141 aka Halloween gibt es ein neues Mixtape auf die Ohren.
"Cold Day In Hell" heißt das Ding, wurde bereits vor längerer Zeit angekündigt, kostet uns nicht mal einen Cent und - so viel sei ja gleich verraten - klingt überragend. Wo soll ich nur anfangen? Den 50-sekündigen Trailer dürften die interessierten Menschen bereits gesehen haben und von daher wissen, dass die Bretter von Produzenten wie Big KRIT, The Alchemist, Statik Selektah oder Mexicans With Guns stammen. Wie erwartet, sind die Instrumentals eine Mischung aus Old-School-Samples und Synthesizermissbrauch. Die Fans der oft nach Double-Time nur so schreienden Südstaaten-808s kommen hier zudem auf ihre Kosten. Glücklicherweise lässt sich unser Freddie nicht zweimal bitten und ballert das eine oder andere Mal einen High-Tech-Flow ohne Tempolimit, was mein Herz immer wieder höher schlagen ließ. Dieser Dude hat eine Gabe und nutzt diese auch so oft er nur kann. Inhaltlich erwarten uns auf diesem Tape - bis auf eine, zwei Ausnahmen - keine großen Überraschungen, was ich persönlich nett finde. Was die Gastauftritte angeht, da könnt ihr euch auf Freeway, BJ The Chicago Kid und Young Jeezy freuen. Der letztere gehört nicht zu meinen Favorites, er hat Gibbs aber gesigned und lässt ihn nachwievor sein Ding machen, was ja definitiv gut für uns (und Hip-Hop) ist. Zieht euch das Zeug rein...Skills, Realness und Unterhaltung sind garantiert.









































